Die Geologie des
Litermonts
Der Litermont hat die
Menschen von altersher schon immer fasziniert. Bereits 1839 widmete sich der
damalige Dillinger Pfarrer Schmitt in einer Abhandlung der Geologie des Berges.
Unter dem Titel „Geognostische Studien am Litermonte“ gibt er seine Forschungen
der Öffentlichkeit preis. Auch in späteren Jahren wird auf seine Studien des
öfteren verwiesen.
Geologisch betrachtet
handelt es sich bei dem Litermont um einen Rhyolith-Intrusivkörper, der vor
ungefähr 270 Mio. Jahren entstanden ist, in der Zeit des permischen Vulkanismus. Er liegt in der
Verlängerung der sogenannten Hunsrück-Südrandstörung. Durch diese
Entstehungsgeschichte kann man hier eine große geologische Vielfalt entdecken.
Ab dem Jahr 1720 wurden neben Kaolin Kupfererze, Bleiglanz, Mangan, Dolomit und
Rötel abgebaut. Dieser Abbau reichte teilweise bis ins 20. Jahrhundert hinein.
Der Abbau hatte prägende Folgen für den Berg. So geht der steile Südabfall des
Litermonts auf die Folgen des Abbaus zurück. Mittlerweile ist der Südhang
jedoch wieder stark bewachsen und teilweise verschüttet. Eine Besonderheit
stellt die
„Teufelsschlucht“ dar in der heute jährlich Open-Air-Kinos angeboten werden. (vgl.
GRAUBNER 2005, S. 6)
Der Litermont dessen
Genese, wie anfangs schon erwähnt, auf
vulkanische Tätigkeiten zurückzuführen ist, besitzt mit dem „Grauen Stein“ eine bekannte und
interessante Gesteinsformation. Bei der Gesteinsgruppe handelt es sich um
„herausgewitterte Abschnitte eines verkieselten und z.T. von Rhyolith durchsetzten
Konglomerates aus dem Unterrotliegenden (Kuseler Gruppe). Die Verkieselung
erfolgte hier im Kontakt zu dem unmittelbar östlich benachbarten
Rhyolithmassiv, von dem aus – wahrscheinlich längs einer Störungslinie, die
zwischen dem „Grauen Stein“ und dem Gipfel des Litermonts verläuft –
Kieselsäure in das Konglomerat eindrang. Man kann davon ausgehen, daß die
Kieselsäure durch die hydrothermale Zersetzung
des Feldspats mobilisiert wurde.“ (SCHNEIDER 1991, S. 222)
Einen guten Überblick über die Gesteinszusammenhänge hat man vom höchsten Punkt
des Litermonts aus. Nach Süden hat man eine gute Aussicht über das Prims- und
das Saartal, lässt man seinen Blick nach Südwesten schweifen, kann man die
Trias-Schichtstufenlandschaft westlicher der Saar überblicken. Nach Westen
erkennt man die Merziger Grabenmulde. Schaut man nach Südosten so fällt der
Blick auf den Hoxberg, bei klarem Wetter wird der Karbonsattel sichtbar. Die
Bergkuppel weist ebenfalls verkieseltes Konglomerat auf, dass sich hier in
großer Dichte befindet. (vgl. SCHNEIDER 1991, S. 222)